Tofu und
Gesundheit
Tofu vermindert Krebsrisiko: In Ostasien wird
traditionell seit rund 2000 Jahren Tofu gegessen. Die
moderne Forschung hat eindeutige Zusammenhänge
zwischen reduziertem Brust- und Prostatakrebsrisiko
und regelmässigem Tofukonsum nachgewiesen.
Tofu schützt das Herz: In epidemiologischen
Studien konnte gezeigt werden, dass Sojaprotein die
Entstehung koronarer Herzkrankheiten (KHK) verhindern
kann und zwar vor allem durch die Senkung des Cholesterinspiegels.
Bei einer Auswertung von 38 klinischen Studien wurde
in 34 eine Cholesterinsenkung ermittelt. Darüber
hinaus reduzieren die Isoflavone aus der Sojabohne
die Oxidation von Cholesterin, welches für die
einleitende Verstopfung der Arterien (Arteriosklerose)
verantwortlich gemacht wird. Arteriosklerose erhöht
das Risiko einer KHK, bzw. eines Herzinfarkts oder
einer Thrombose.
Tofu unterstützt Knochenaufbau: Es konnte
mehrfach nachgewiesen werden, dass der Konsum von
Sojaeiweiss zu einer verringerten Ausscheidung von
Calcium führt bzw. die Wiedereinlagerung von
Calcium in den Knochen positiv beeinflusst wird. Zum
Einen hat Tofu einen hohen Magnesium-, Calcium- und
Kaliumgehalt, was die Einlagerung von Calcium im Knochen
sehr begünstigt. Zum Anderen sind in der Zusammensetzung
des Sojaeiweisses wenig schwefelhaltige Aminosäuren
enthalten, welche die Calciumbilanz im Körper
negativ beeinflussen. Deshalb führt ein erhöhter
Eiweisskonsum tierischen Ursprungs und reich an schwefelhaltigen
Aminosäuren zu einer gesteigerten Calciumausscheidung
(Schwefelverbindungen können in der Niere nur
mit Hilfe des Calciums ausgeschieden werden).
Tofu reich an Eisen: In 100 g Tofu sind 2,5
mg Eisen enthalten. Grundsätzlich muss gesagt
werden, dass die Bioverfügbarkeit von nicht-Hämeisen
(Eisen pflanzlichen Ursprungs) niedriger ist, als
die von Hämeisen (Eisen tierischen Ursprungs).
Aber mit günstigen Lebensmittelkombinationen
lässt sich die Bioverfügbarkeit des in Tofu
vorkommenden Eisens deutlich erhöhen. Günstig
ist die Kombination mit Vitamin C-haltigen Nahrungsmitteln,
wie z.B. Zitrusfrüchten. Ein paar Spritzer Zitronensaft
am Tofu werten das Eisen im Tofu sozusagen auf.
Tofu und Wechseljahre: Die Verringerung des
Östrogenspiegels führt zu den typischen
Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweissausbrüchen.
Diese Beschwerden, während und nach der Menopause
können durch Hormonersatztherapien mit Östrogengabe
reduziert werden, allerdings mit dem möglicherweise
erhöhten Risiko, an östrogenabhängigen
Krebsarten zu erkranken.
Zahlreiche Studien haben dagegen positive Auswirkungen
von Sojaeiweiss (Tofu) auf die Blutfette und Lipoproteine
(Cholesterin) sowie klimakterischen Beschwerden gezeigt,
ohne dass Veränderungen des Brust- und Gebärmuttergewebes
beobachtet wurden.
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